Ich bin SPD-Mitglied, weil uns die Menschen und nicht ihre ethnische Zugehörigkeit oder Hautfarbe wichtig sind. Weil das Miteinander aller Bürger unserer Stadt gelingt, dass Menschenrechte ge- und bewahrt werden und wir gemeinsam gegen Rassismus stehen.

Carlo Riva
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Gemeinsam für eine vielfältigere Gesellschaft

Die Mitglieder der Migrationsgruppe der SPD Worms-Mitte zusammen mit Stadtrat Carlo Riva (achter von rechts) und dem Vorsitzenden der SPD Worms-Mitte Andreas Gölz (1. von links).In der SPD Worms-Mitte engagieren sich Migranten (nicht nur) für Migranten.

Die Themen Migration und Integration von zugewanderten Menschen in die deutsche Gesellschaft bestimmten in den letzten Monaten die Debatten in der Öffentlichkeit. Im unmittelbaren Wormser Innenstadtgebiet, wo die verschiedensten Menschen mit ihrer unterschiedlichen Herkunft und verschiedenen religiösen und traditionellen Hintergründen zusammenleben, wird die manchmal sehr theoretisch erscheinende Debatte um eine multikulturelle Gesellschaft schon seit Jahrzehnten mit Leben gefüllt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der SPD Innenstadtortsverein Worms-Mitte sich schon seit langem mit der Thematik beschäftigt. Beispielhaft dafür steht das Engagement des Wormser Stadtrats Carlo Riva, selbst italienischer Staatsbürger, der sowohl in seiner jetzigen Funktion als auch als früherer Vorsitzender des Migrationsbeirats der Stadt Worms viel für die Belange der Migrantinnen und Migranten, aber auch gerade für das Zusammenwachsen der verschiedenen Kulturen in unserer Stadt getan hat.

„Durch die verstärkten Debatten der zurückliegenden Monate, die das Thema Integration leider oft von einem sehr pessimistischen und vor allem passiven Blickwinkel betrachtet haben, ist das Thema natürlich auch bei uns noch mal verstärkt in den Fokus gerückt", erklärt der Vorsitzende Andreas Gölz eine neue Initiative der SPD-Worms Mitte. „In verschiedenen Gesprächsrunden wurde schnell klar, dass es den Mitgliedern ein Bedürfnis war, hier einen Gegenpunkt zu setzen. Als Ortsverein sehen wir uns auf einer politischen Ebene, wo es hauptsächlich darum geht, Dinge in unserem Umfeld zu verbessern, indem wir sie gemeinsam anpacken. Also haben wir uns entschieden, einen „Arbeitskreis Integration" zu gründen, der versuchen wird, durch eine praktische Herangehensweise aktiv zu einem guten Zusammenleben in der Innenstadt beizutragen."

Auf Grundlage dieses Zieles machte man sich dann zügig an die Arbeit und schon beim ersten Treffen des Arbeitskreises zeigte sich, was für ein großes Interesse durch diese Idee geweckt wurde. So fanden sich etwa 20 SPD-Mitglieder zu den ersten beiden Sitzungen ein. Insbesondere über die Zusammensetzung der Gruppe zeigte sich Carlo Riva, der die Koordination des Arbeitskreises übernehmen wird, erfreut: „Man kann sagen, dass wir hier ein Team von echten Integrationsexperten aufstellen: nämlich politisch engagierte Wormserinnen und Wormser jeden Alters aus 10 Nationen und mit breitem beruflichen und sozialem Hintergrund. Wer sollte besser wissen, wo in unserer Stadt noch etwas getan werden kann?" Schon in dieser frühen Phase war man dennoch bemüht, Kontakt zu den verschiedenen Migrantengruppen und mit dem Thema beschäftigten Institutionen aufzubauen. So konnte mit Alev Acer bereits eine externe Mitstreiterin aus der Alevitischen Gemeinde Worms gewonnen werden, die mit ihren bestehenden Kontakten und Erfahrungen die Arbeitsgruppe der SPD Worms-Mitte hervorragend ergänzt. Auch der Wormser Migrationsbeirat wurde in die bisherigen Überlegungen eingebunden.

„Unsere ersten beiden Treffen waren sehr gut besucht und man spürte den Anwesenden die Lust an diesem Projekt regelrecht an. Zunächst befanden wir uns natürlich noch in einer gewissen Findungsphase, die wir aber schnell abschließen konnten.", erläuterte Carlo Riva den aktuellen Stand der Arbeitsgruppe. „Nachdem wir uns über unsere jeweiligen Vorstellungen ausgetauscht und unsere persönlichen Ressourcen herausgearbeitet haben, haben wir nun erste Ziele definiert. Wir waren uns einig das Thema Bildung und Jugendliche in den Vordergrund zu stellen, da wir darin einen Schlüssel zu jedweder Integration sehen. Die Vorbereitungen für unser erstes Projekt sind also bereits im Gange – wir werden während der Sommerpause weitere Kontakte aufbauen und bald mit der konkreten Arbeit loslegen können."