Platz soll nach Otto Wels benannt werden
SPD Worms-Mitte begrüßt Stadtratsentscheidung
„Freiheit und Leben kann man uns nehmen – die Ehre nicht" – mit diesem historischen Satz der letzten freien Rede im Deutschen Reichstag 1933 hat sich Otto Wels nicht nur der Diktatur der Nationalsozialisten entgegen gestellt, sondern wurde auch zum mutigen Kämpfer für alle Menschen in Deutschland. Noch heute gedenken nicht nur Sozialdemokraten dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden. Otto Wels steht symbolisch für all diejenigen, die sich für die Demokratie in Deutschland mit Leib und Leben eingesetzt haben. Die Fraktion der SPD beantragte deshalb für die Stadtratssitzung am 25. Januar 2012 eine Wormser Straße oder einen Platz nach Otto Wels zu benennen.
„Vor dem Hintergrund unserer Geschichte ist gerade für uns Sozialdemokraten der Kampf gegen Rechtsextremismus eine Verpflichtung gegenüber denjenigen, die in der Nazi-Zeit ihr Leben ließen", begründet der Fraktionsvorsitzende der Wormser SPD, Jens Guth, den Vorschlag seiner Fraktion, der von Stadtrat Carlo Riva eingebracht wurde. „Mit der Namensgebung möchten wir deutlich machen: Wir werden diese dunklen Zeiten nicht vergessen. Der Kampf gegen Rechts bleibt auch heute und in Zukunft Aufgabe aller Demokraten."
Der SPD Ortsverein Worms-Mitte begrüßt die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion ausdrücklich.



